Wolfgang Köhler Redaktionsbüro
Wolfgang Köhler Redaktionsbüro

Schöne neue Welt

Folgt man der OECD, dann sind heute Regierungen und nicht mehr Unternehmen für die Arbeitsproduktivität zuständig

10. Februar 2015 Für Unternehmen sind  „Strukturreformen“, die ihre Kosten senken, wohlfeil. Sie selbst müssen nichts, aber auch gar nichts mehr dazu beitragen, daß ihre Kosten sinken.

 

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Stumpfe Schwerter

Die Bankenaufsicht hat das Recht, unzuverlässige Bankvorstände abzuberufen. Sie kann es nur nicht anwenden.

22.04.2014 Das Kreditwesengesetz ist in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten immer wieder nachgebessert und seine Vorschriften bis in Details verfeinert worden. Zusätzliche Erweiterungen werden folgen, wenn die EU-Richtlinien zur Bankenregulierung der letzten Jahre in nationales Recht umgesetzt werden. Nur eine Vorschrift wird wohl auch im Zuge dieser Änderungen nicht angepasst werden: die über „nicht zuverlässige“ Geschäftsleiter von Finanzinstituten.

 

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"Finanzindustrie" - ein Widerspruch in sich

Anglizismen, ob eingedeutscht oder nicht, können lächerlich sein oder zum Ärgernis werden

24.12.2013 Industrie schafft Werte und Einkommen. Der Finanzsektor dagegen produziert nur Zahlungsversprechen. Und weil die in die Zukunft gerichtet sind, sind sie risikobehaftet. Deshalb könnte man auch sagen: Der Finanzsektor produziert nur Risiken. Den Ausdruck Finanz-"Industrie" sollten wir daher aus unserem Wortschatz streichen.

 

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Noch mehr Exportüberschüsse?

Das neue Welthandelsabkommen, so heißt es, nützt der deutschen Wirtschaft. Aber die exportiert ohnehin schon viel zu viel.

10.12.2013 Das neue Freihandelsabkommen der Welthandelsorganisation dürfte für noch stärkere Handelsungleichgewichte sorgen, und die gelten seit Jahren als eine der Hauptursachen für die Finanz- und Schuldenkrise der vergangenen Jahre.

 

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Vom Segen einer Pleite

Wenn die disziplinarische Wirkung eines möglichen Bankrotts nicht greift, muss der Staat Gesetze erlassen. Da fühlt sich nun mancher gegängelt.

15.10.13 Das Scheitern gehört zum Kapitalismus. Die Unternehmenspleite ist seine finale Form. Wichtiger als die Pleite selbst ist jedoch die disziplinierende Wirkung auf Unternehmer und Manager: Sie agieren vorsichtig und umsichtig. Was aber, wenn - wie in der Finanzwirtschaft geschehen - Unternehmen von einer Pleite gar nicht bedroht sind, weil alle Beteiligten damit rechnen können, daß sie im Zweifel vom Staat gerettet werden?

 

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Es geht um die Demokratie

In einigen Krisenländern nimmt die Radikalisierung von politischen Parteien und Wählern bedrohliche Formen an

01.10.2013 Nach der Wohlfühl-Bundestagswahl klingen solche Sätze vielleicht etwas merkwürdig. In etlichen unserer Nachbarländer aber zeigen Beispiele, daß die Krise nicht nur am Geldbeutel der Einwohner nagt, sondern auch an Rechtsstaat und Demokratie.

 

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Philosophie und Wirtschaft

In der Marktwirtschaft prallen immer wieder Wertvorstellungen und Überzeugungen mit ökonomischen Zwängen aufeinander

01.07.2013 Philosophie, individuelle und kollektive Werte spielen in der Ökonomie im Hintergrund eine bedeutende Rolle. Lösungen kann die Philosophie kaum anbieten. Aber sie kann Fragen stellen, die die Bürger dann für sich und im Kollektiv beantworten müssen.

 

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Ausgetrickst

Wieder einmal zeigt sich, daß nationale Gesetzgeber im Umgang mit global agierenden Unternehmen oft den Kürzeren ziehe

24.06.2013 Durch den raschen und vielfachen Handel mit Aktien rund um die Dividendenausschüttung, bei dem hinterher nicht mehr nachzuvollziehen war, wer eigentlich Dividenden erhalten hat, von denen Kapitalertragssteuern einbehalten wurden, konnten später von mehr (zeitweiligen) Aktien-Eigentümern Steuererstattungen geltend gemacht werden als insgesamt an Steuern abgeführt worden waren.

 

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Merkels Sparpolitik auf der Kippe

In Europa wächst der Widerstand gegen deutsche Führungspositionen – die Kanzlerin wird wohl eine weitere wirtschaftspolitische Grundposition aufgeben müssen

30.04.2013 Die europäischen Nachbarländer reagieren immer kritischer auf den Merkelschen Führungsanspruch in Europa. Gerade hat die Sozialistische Partei Frankreichs nur mit knapper Not einen Antrag ihres linken Flügels kleinzureden versucht, dem zufolge sich Präsident Hollande von der Bundeskanzlerin und ihrer Europapolitik abwenden solle.

 

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Banken retten bleibt gefährlich

Die Rettung Zyperns könnte die Eurozone in ein Spukschloss verwandeln, wo nachts heimlich Geldautomaten geplündert werden

19.03.2013 Die Abkehr der EU-Finanzminister von der Regel, daß alle Bankeinlagen bis 100.000 Euro garantiert sind, war gar keine gute Idee.

 

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Vom Wettbewerb der Nationen

Was die Mütter und Väter der Europäischen Union wussten, ist fast vergessen: Wettbewerb gehört in die Wirtschaft, nicht in die Politik

02.10.2012 Mit den Mitteln des Wettbewerbs ist die Krise nicht zu lösen. Elementare Grundlage der Europäischen Union ist die Kooperation. Zwar bringen die einzelnen Regierungsvertreter in Verhandlungen mit den europäischen Partnern stets ihre jeweiligen nationalen Interessen ein; zu ihrem Gepäck gehörte aber stets auch die Entschlossenheit, sich am Ende mit den Partnern zu einigen.

 

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Bankenunion: Viele offene Fragen

Gemeinschaftliche Aufsicht und Infrastruktur für die europäische Bankenunion sind noch längst nicht entscheidungsreif

25.09.2012 Wenn der Euro-Rettungsschirm ESM einzelne Banken finanzieren soll, was wünschenswert ist, dann müssen diese Banken auch einer europäischen Aufsicht unterstellt werden. Wo aber soll diese Aufsicht angesiedelt sein? Und: sollen Regionalbanken wie Sparkaswsen und Genossenschaftsbanken mit ihrer Einlagensicherung auch für Banken miteinstehen, die glauben, Ihr Geld mit riskanten Wettenverdienen zu müssen?

 

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Der Zorn zeigt Wirkung

Doch nicht alles, was die Banken neuerdings als „Kulturwandel“ verkaufen, beruht tatsächlich auf einem Gesinnungswandel

18.09.2012 Nur wenige Wochen nach der harschen Kritik der Wirtschaftselite an den Banken gelobt der deutsche Branchenprimus Besserung. Merkwürdig ist nur, daß plötzlich so viele Banken einmütig und mit fast identischer Wortwahl Änderungen versprechen.

 

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Zu zaghaft, zu wenig, zu spät

Der Unmut über die Abwege der Banken und ihre unzureichende Regulierung hat nun auch die Wirtschaftseliten erfasst

28.08.2012 Spitzenmanager und Wirtschaftsverbände fordern tiefgreifende Reformen und Änderungen im Bankwesen.

 

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Fünf Jahre Finanzkrise

So lang, wie die Krise alt ist, währt nun schon das Gerangel darum, wer für die Berge uneinbringlicher Kredite in der Welt bluten muss: Schuldner oder Gläubiger

31.07.2012 Im Kern ist die Krise immer geblieben, was sie schon zu Zeiten der Beinahe-Pleite der IKB Deutsche Industriebank im Juli 2007 war: eine Kreditkrise. Es gibt zu viele Kredite in der Welt, jedenfalls mehr als eine große Zahl von Schuldner zu bedienen in der Lage wären. Und Kredit - das ist nun mal das Kerngeschäft von Banken. Deshalb ist und bleibt diese Krise eine Bankenkrise.


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Zustände wie in Griechenland

Mit der Entdeckung von Manipulationen beim Libor-Zinssatz haben die Banker auch noch den letzten Rest von Vertrauen verspielt

10.07.2012 Was denken sich die Banker eigentlich, wann ihnen je wieder jemand ein Wort glaubt?

 

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Wirtschaftslehre als "Gehirnwäsche"

Immer mehr Ökonomen wenden sich von der herrschenden Volkswirtschaftslehre ab – es wurde höchste Zeit

14.02.2012 An der Harvard Universität boykottieren Erstsemester die Einführung in die Volkswirtschaftslehre. Der Stifterverband für die deutsche Wissenschaft und sogar das "Handelsblatt" fordern ein neues Denken in der Ökonomie. Volkswirtschaftsprofessoren bezeichnen das Grundstudium ihres eigenen Faches als "Gehirnwäsche".

 

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Mit Staatsknete spekulieren

Die Banken erhalten von der EZB üppige Liquiditätshilfen – mit den Gewinnen daraus sollten sie ihr Kapital aufstocken müssen

06.02.2012 Die Banken erhalten von der EZB üppige Liquiditätshilfen zu günstigsten Konditionen. Die Gewinne, die sie daraus ziehen, sollten sie nicht in Form von Banker-Boni und erhöhten Dividenden privatisieren dürfen. Vielmehr sollten sie diese öffentlichen Gelder zum Nutzen der Gesellschaft verwenden.

 

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Ende einer Staatsfiktion

Ohne den Ausweg Steuererhöhungen droht hoch verschuldeten Ländern ein gesellschaftliches und politisches Desaster

Die alte Fiktion, daß ein Staat über unbegrenzte Finanzquellen verfügt und daher kaum zahlungsunfähig werden kann, basiert auf der Annahme, daß eine Regierung, die in Finanznot gerät, ihre Bürger schröpfen kann. Ausgaben können eingeschränkt und Steuern und Abgaben erhöht werden, um Zahlungsengpässe zu überwinden. Verzichtet der Staat auf Steuererhöhungen, droht ein Zerfall der Gesellschaft.

 

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Sicherer, aber nicht sicher genug

Die neuen Eigenkapitalvorschriften der EU-Kommission für Banken weisen immer noch große Lücken auf

26.07.2011 Auch nach dem neuesten Regulierungsvorschlag der EU müssen banken beispielsweise für Kredite an Länder wie Griechenland oder Portugal keinerlei Eigenkapital vorhalten.

 

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Bürger gegen Banken

Es wird ein ungleicher Kampf werden, dennoch wollen Bürger Europas das Finanzsystem und seine Akteure in die Schranken weisen

05.07.2011 Eine kleine Schar von Experten und Organisationen hat sich aufgemacht, um der übermächtigen Bankenlobby Paroli zu bieten. Die kleine Schar repräsentiert jedoch ein breites Spektrum der Gesellschaften der EU-Mitgliedsländer. Man kann also mit Fug und Recht sagen, es sind die Bürger selbst, die das prekäre Finanzsystem ändern wollen.

 

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"Nationalismus bedeutet Krieg"

Mit Radikalkuren und nationalen Schutzwällen können wir uns nicht gegen die Folgen der Schuldenkrise abschotten

17.05.2011 Der Ökonom Hans-Werner Sinn rechnet den Deutschen vor, wie teuer die Rettung der hochverschuldeten Südländer wird und will ihnen den Geldhahn zudrehen.

 

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Gute Spekulation, schlechte Spekulation

Die Debatte um Spekulationen übergeht häufig den wichtigsten Punkt: die Kredite, die dafür eingesetzt werden

26.04.2011 Kredite, die für reine Finanztransaktionen eingesetzt werden, machen die Banken unsicher und führen überdies zu einer Einkommensumverteilung von unten nach oben.

 

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Gute und schlechte Überschüsse

Bei der Bewertung der Handelsungleichgewichte bekommt Deutschland unverdientermaßen gute Noten

19.04.2011 Ungleichgewichte im weltweiten Handel gelten als eine der Hauptursachen der Finanz- und Wirtschaftskrise. Doch beim Frühjahrstreffen der Finanzminister und Notenbanker beim Internationalen Währungsfonds (IWF) wurde Exportweltmeister Deutschland wundersamerweise aus der Schusslinie genommen.

 

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Unseliges Spiel mit Emotionen

Nach der Wirtschaft hat die Sozialpsychologie nun auch die Politik vollständig übernommen

12.04.2011 Je mehr Menschen in die Parlamente nachrücken, die die Politik als Karriere-Vehikel benutzen, umso mehr wird das Durchsetzen politischer Ziele dem Ziel des persönlichen Fortkommens untergeordnet.

 

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Träges Korruptions-Bewusstsein

Die Definition dessen, was korrupt ist, wird immer präziser. Die öffentliche Meinung hinkt da oft hinterher

15.02.2011 Lange Zeit galt Korruption als Vergehen, für das vor allem schlecht bezahlte Staatsdiener anfällig waren. Doch auch Wirtschaftsmanager erliegen gelegentlich der Versuchung. So ist es mit der Durchsetzung der Shareholder-Value-Idee gelungen, Managern mit Bonus-Versprechungen von Verpflichtungen gegenüber anderen Stakeholdern freizukaufen. Daß man dies ebenfalls als Korruption deuten könnte, ist dem Gesetzgeber bislang offenbar nicht aufgefallen.

 

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Giftige Wohlstandssuppe

Die Politik kann sich nicht dazu durchringen Systemfehler abzustellen, die als Ursache der Finanzkrise gelten

12.10.2010 Weltweite Handelsungleichgewichte gelten als Ursache der Finanz- und Wirtschaftskrise. Sie sollten abgestellt werden. Trotzdem steigen die deutschen Exportüberschüsse wieder - auch im Handel mit Ländern der Euro-Zone. Die müssen ihre Importe aus Deutschland mit Geld bezahlen, das sie nicht mehr selbst drucken können. Sie müssen sich das geld leihen. Aber irgendwann sind die Grenzen der Kreditwürdigkeit erreicht.


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Die nächste Dollar-Schwemme

Mit dem geplanten Ankauf von Staatsanleihen steuert die US-Notenbank einen riskanten Kurs

06.11.2010 Die chance, daß es diesmal gelingt, die US-Verbraucher zu mehr Konsum und die Unternehmen zu mehr Investitionen anzuregen, sind gering. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, daß sie noch mehr Geld in Finanzinvestitionen stecken, in Aktien und Rohstoffen und Devisen spekulieren. Viele Beobachter befürchten, daß ein Großteil der druckfrischen Dollars auf diesem Wege auf ausländischen Konten landet. Wenn das geschieht, dürfte der Wechselkurs des Dollar unter Druck geraten.

 

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Vergesst Viren und Trojaner

Die eingebauten Fehler in unseren Wirtschaftscomputern sind viel folgenreicher für unseren Wohlstand

05.10.2010 Die Fiktionen der Wirtschaftstheorie blenden einen ganzen Sektor der Wirtschaft aus, der inzwischen größer ist, als die Gesamtheit der produzierten Güter und Dienstleistungen: den Sektor der Finanzgeschäfte, in denen keine Werte geschaffen werden, sondern nur den Besitzer wechseln.

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Was tun?

Wenn die Banken gezähmt und die Staatshaushalte konsolidiert werden, tauchen neue Probleme auf

27.09.2010 Wenn Regierungen ihre Staatsfinanzen konsolidieren, wird dadurch das Wirtschaftswachstum gedämpft. Wachstum ist aber seit Menschengedenken die Droge, aus der die Illusion „Wohlstand für Alle“ gespeist wurde. Wie es der Zufall will, fällt die fiskalische Notwendigkeit des Sparens mit der Einsicht zusammen, daß ab einer bestimmten Schwelle wachsender materieller Wohlstand die Menschen keineswegs glücklicher oder auch nur zufriedener macht.

 

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Pflege als Investmentobjekt

Wenn Finanzinvestoren in Gesundheits- und Pflegedienstleister investieren, läuft deren Privatisierung aus dem Ruder

20.09.2010 Bei der Pflege kranker, gebrechlicher oder dementer geht es in erster Linie um Hilfe und menschliche Zuwendung. Finanzinvestoren aber sind einzig und allein an steigenden Gewinnen und wachsenden Unternehmenswerten interessiert. Wie soll das zusammenpassen?

 

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Machtlose Notenbanker

Wenn Staat, Wirtschaft und Verbraucher gleichzeitig Schulden abbauen, kann eine lockere Geldpolitik wenig ausrichten, um die kreditgetriebene Wirtschaft in Schwung zu bringen

30.08.2010 Im idyllischen Urlaubsort Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming berieten die versammelten Notenbanker darüber, was nun zu tun sei. Jean-Claude Trichet, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) warnte vor einem „verlorenen Jahrzehnt“. US-Notenbankchef Ben Bernanke sorgte sich über schwache Konjunkturdaten in den USA. Und Ökonom Allen Sinai vom US-Beratungsunternehmen Decision Economics formulierte es so: „Wir müssen irgendwas anderes machen, weil das, was wir bisher getan haben, nicht funktioniert hat.“

 

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Stiften, spenden oder versteuern?

Wenn Wohlhabende vermehrt stiften oder spenden, wird die Staatsaufgabe der Umverteilung privatisiert

17.08.2010 Eigentlich hatten die Vordenker der Sozialen Marktwirtschaft dem Staat die Aufgabe der Wohlstands-Umverteilung zugedacht.

 

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Auch der Aufschwung birgt Gefahren

Wenn mit anziehender Konjunktur die Zinsen steigen, könnte einzelnen Ländern die Zinslast zum Verhängnis werden

10.08.2010 Seit Anfang der 1980er Jahre sind die Kapitalmarktzinsen stetig gesunken. Selbst steigende Staatsschulden wurden dadurch immer erträglicher. Der Anteil an den Steuereinnahmen, den der Bundesfinanzminister für Schuldzinsen ausgeben musste, schrumpfte in dieser Zeit. Das könnte sich ändern, wenn die Zinsen im Aufschwung wieder steigen.

 

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Hückeswagen ist überall

Warum Textilarbeiter in Dhakka und Chittagong für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen kämpfen

03.08.2010 Im globalisierten Wettbewerb wandern die Arbeitsplätze der Textil- und Bekleidungsindustrie von einem Land zum andern. Bei jedem Schritt dieser Wanderung verschlechtern sich die Arbeitsbedingungen.

 

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Deutschland gegen Europa

Gemeinsam mit Großbritannien droht Berlin die Errichtung einer EU-Finanzaufsicht zu verhindern

13.07.2010 In der Finanzkrise sind Experten vom alten Schlag wie Jacques de Larosiere und Paul Volcker wieder gefragt. Die deutsche Bundesregierung aber weigert sich, deren Vorschlägen über eine Neuordnung der Finanzaufsicht in Europa zu folgen.

 

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Die Stimme gegen die Sparwut

Ökonomie-Nobelpreisträger Paul Krugman hält die Ausgabenkürzungen der Regierungen für gefährlich

05.07.2010 Die Regierungen hoffen, durch Einschränkung ihrer Ausgaben bzw. Steuererhöhungen neues Vertrauen an den Finanzmärkten zu gewinnen. Kritiker befürchten, daß damit das zarte Pflänzchen Aufschwung ganz schnell wieder verkümmern könnte.

 

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FIFA der Weltpolitik

Den G-20 fehlen Schiedsrichter, auch wenn deren unangreifbare Entscheidungen manchmal höchst fehlerhaft sind

30.06.2010 Die einsilbigen Verlautbarungen beim Gipfeltreffen in Südafrika ("Toooor!") sind inhaltsschwerer als die wortreichen Kommuniqués des Gipfeltreffens der G-20 in Kanada.

 

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Grundlegender Dissens

Im endlosen Streit um eine Wirtschaftsregierung für die Euro-Zone geht es auch um den Erhalt der Sozialen Marktwirtschaft

22.06.2010 Nachdem die USA sich schon vor Jahrzehnten vom Dogma der angebotsorientierten Wirtschaftspolitik verabschiedet haben, steht dieser Schritt in Deutschland noch aus.

 

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Die Irrlehren der Bankenlobby

Strengere Bankregulierung könne das Wirtschaftswachstum bremsen, warnt die Branchenlobby. Tatsächlich könnte das Gegenteil der Fall sein

15.06.2010 Bei der Frühjahrstagung des Institute of International Finance (IIF) erklärt sich deren Präsident Josef Ackermann gönnerhaft bereit, an der neuen Bankenregulierung konstruktiv mitzuarbeiten. Ihre lukrativsten Geschäftsfelder aber wollen sich die Banker nicht wegregulieren lassen.

 

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Statistik als Kartenhaus

Die USA ändern ihre nationalen Statistiken gern so, dass sie die Wirtschaft des Landes in positivem Licht erscheinen lassen

8.06.2010 Zwar gibt es internationale Gremien, die für einheitliche  Statistik-Standards sorgen sollen. Die USA stimmen sich dort aber nicht ab, sondern vollziehen ihre statistischen Verfahrensänderungen einseitig und informieren die Gremien hinterher. Der Rest der Welt kann dann überlegen, ob man den amerikanischen Methoden folgt.

 

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Schafft die Rating-Agenturen ab

Die Wächter über die Kreditwürdigkeit von Schuldnern erfüllen ihre selbstverordneten Aufgaben nicht

01.06.2010 Rating-Agenturen, die erst dann vor unsicheren Schuldner warnen, wenn die schlechten Nachrichten bereits in allen Zeitungen nachzulesen sind, braucht kein Mensch.

 

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Europa hat die Wahl

An den Notwendigkeiten, die mit einer einheitlichen Währung verbunden sind, kann sich die EU nicht länger vorbeimogeln

18.05.2010 Die Strategie, die Schuldenkrise Europas mit der Aufnahme von noch mehr Schulden zu bekämpfen, kann nur dann aufgehen, wenn die Euro-Mitgliedsländer ihre Wirtschafts- und Finanzpolitiken tatsächlich aufeinander abstimmen und koordinieren.

 

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Die Zauberlehrlinge von Brüssel

Die Finanzpolitiker der Euroländer haben Mühe, die Geister zu bändigen, die sie mit der Finanzmarktderegulierung gerufen haben

11.05.2010 An den Märkten tobt ein Machtkampf, wer die eigentlichen Herrn und Meister des Euro sind: Regierungen, die Europäische Zentralbank oder die Großbanken aus den Finanzzentren der Welt.

 

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Urlaub gegen die Krise

Ferien in finanzklammen Ländern sollte in diesem Jahr zur staatsbürgerlichen Pflicht erhoben werden

05.05.2010 Jeder Cent, der aus Urlauberkassen in Regierungstresoren am Ferienort landet, entlastet den deutschen Bundeshaushalt. Denn wenn die Bürger ihr Geld nicht in Griechenland oder Spanien ausgeben, muss womöglich wieder die KfW mit Krediten aushelfen, für die der deutsche Steuerzahler bürgen muss, letztlich also wieder der Urlauber – nur hätte er in diesem Fall allein die finanzielle Last zu tragen, ohne das Urlaubserlebnis.

 

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Pleite und Verantwortung

Wenn Griechenland insolvent werden würde, würde Europa wohl nicht gleich im Chaos versinken

27.04.2010 Niemand weiß wirklich, was passieren würde, wenn Athen zahlungsunfähig werden würde. Es gibt aber auch kaum jemanden, der es herausfinden möchte.

 

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Wetten, die die Welt verändert haben

Die Klage gegen die US-Investmentbank Goldman Sachs bringt merkwürdige Geschäfte ans Tageslicht

20.04.2010 Der Irrsinn des Finanzsystems  liegt darin, dass es möglich ist, mit volkswirtschaftlich vollkommen sinnlosen Wettgeschäften Geld zu verdienen und andere dazu zu verleiten, solche Wetten zu halten.

 

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Unsere Währung - Euer Problem

Die Hilfe der Europäer für Griechenland ist keineswegs nur Ausdruck von Solidarität oder Barmherzigkeit

13.04.2010 In dieser Finanzkrise ist schon so mancher Sschwindel aufgeflogen. Betrüger Bernd Madoff wurde zu 150 Jahren Gefängnis verurteilt. Den Schwindlern in Griechenland wird nun aus der Patsche geholfen.

 

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Bankenabgabe: Ein unausgegorenes Konzept

Die Pläne für eine neue Bankenabgabe entlassen das Kreditgewerbe aus der Mitverantwortung für den wachsenden Staatsschuldenberg

30.03.2010 Wenn die Abgabe gewinnmindernd geltend gemacht werden kann, zahlen die Banken weniger Steuern. Dann bleibt die Last der Staatsverschuldung allein bei den übrigen Steuerzahlern

 

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Der Gürtel wird enger werden

Die Bewältigung der aktuellen Schuldenkrise wird das Land grundlegend verändern

23.03.2010 Griechenland ist nur ein - wenn auch extremes - Beispiel dessen, was auch auf andere Länder zukommen kann.

 

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Billiglohnland Deutschland

Die europäischen Nachbarn beklagen lautstark die einseitig gestiegene Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft

16.03.2010 Nach der Euro-Einführung haben die meisten EWU-Länder einfach so weitergemacht wie vorher - ohne zu berücksichtigen, daß sich mit einer einheitlichen Währung ihre Rahmenbedingungen grundlegend geändert haben.

 

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Fonds kein Ersatz für Vertrauen

Berlin will für die Euro-Zone einen Europäischen Währungsfonds einrichten, der notleidenden Ländern hilft

08.03.2010 Die Europäische Union hat viel Übung darin, die Regierungen der MItgliedsländer auf gute Regierungsführung einzuschwören. Diese Fähigkeit sollte sie schleunigst auch in der Wirtschafts- und Finanzpolitik anwenden.

 

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Über zerstörerische Spekulation

In der Finanz- und Wirtschaftskrise zerfallen selbst manche ehernen Überzeugungen zu Staub

02.03.2010 Selbst den verläßlichsten Unterstützern einer liberalen Finanzarchitektur geht es offenbar zu weit, wenn Banken und andere Hedge Fonds mit billigem Geld der Zentralbanken gegen deren Währungen spekulieren.

 

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Das neoliberale Projekt ist gescheitert

Die Umgestaltung der Gesellschaft nach neoliberalen Maßstäben wäre nach dem Hartz-IV-Urteil verfassungswidrig

16.02.2010 Guido Westerwelle verschweigt, daß es vor allem seine Partei war, die Lohnzurückhaltung und einen Niedriglohnsektor gefordert hat. Deswegen lohnt sich für viele Langzeitarbeitslose die Arbeitsaufnahme nicht mehr.

 

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Die globale Krisenlösung gibt es nicht

Jetzt treten die unterschiedlichen Interessen einzelner Länder und von Regierungen und Wirtschaft wieder deutlicher hervor

02.02.2010 In der akuten Krisenbekämpfung vor 15 Monaten waren die Gemeinsamkeiten der betroffenen Länder groß. Es ging darum, gemeinsam den Kollaps des Finanzsystems abzuwenden. Diese Phase ist längst vorbei.

 

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Neue Ära der Krisenbewältigung

Im Umfeld anstehender Wahlen wächst der Druck auf die Politik, gegebene Versprechen endlich einzulösen

25.01.2010 Die Wähler werden es nicht hinnehmen, daß sie für die Kosten der Krise bluten müssen, während sich die banker weiter die Taschen vollstopfen.

 

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Problemlösungen nicht in Sicht

Wenn viele Länder in der Krise unter den gleichen Problemen leiden, führt das noch lange nicht zu gemeinsamen Lösungen

18.01.2009 Nur durch gemeinsames Handeln können sich nationale Regierungen dem Diktat der Märkte entziehen. Doch den Gemeinsamkeiten stehen oft nationale Interessen entgegen.

 

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Die nächste Blase kommt bestimmt

Die Unsicherheit nimmt wieder zu – auch über die weiteren Entwicklungen im Boom-Land China

01.12.2009 Der Dubai-Schock der vergangenen Woche hat einmal mehr verdeutlicht, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise noch keineswegs überwunden ist. Wieder hat sich gezeigt, dass leichtfertige Investoren sich von den positiven Vor-Krisen-Trends in eine Euphorie gesteigert und wesentliche Risiken außer Acht gelassen haben.

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Dumm wie 100 Meter Landstraße

Philosophie und Handlungsweise vieler Banker sind verfassungswidrig

27.11.2009 Der Schock des Schuldenmoratoriums des Emirats Dubai verdeutlicht erneut: Es läuft in der Finanzwelt alles wie gehabt.

 

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Soll sich der Staat an Banken zwangsbeteiligen?

Mit ihrer Kreditpolitik tragen die Banken dazu bei, die Wirtschaftskrise unnötig zu verlängern

17.09.2009 Die Rezession ist vorbei. Doch das hat die Wirtschaft allein den staatlichen Konjuhnkturprogrammen zu verdanken.

 

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Woher soll das Wachstum kommen?

Für eine Rückkehr auf den Pfad kräftigen Wirtschaftswachstums fehlen fast alle Voraussetzungen

17.11.2009 Die Rezession ist vorbei. Doch das hat die Wirtschaft allein den staatlichen Konjuhnkturprogrammen zu verdanken.

 

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